Fahrdienstunternehmen haben zahlreiche laufende Kosten. Fahrzeuge müssen angeschafft oder finanziert, Fahrer bezahlt, Versicherungen abgeschlossen und Energie beziehungsweise Kraftstoff eingekauft werden. Gleichzeitig beeinflusst die tägliche Planung, wie wirtschaftlich der vorhandene Fuhrpark tatsächlich eingesetzt wird.
Gerade bei Krankenfahrten reicht es deshalb nicht, ausschließlich die offensichtlichen Ausgaben zu betrachten. Auch Leerfahrten, Verwaltungszeit und doppelte Arbeit wirken sich auf die Kalkulation aus. Der Einsatz einer spezialisierten Krankentransport Software kann dabei helfen, die organisatorischen Abläufe eines Fahrdienstes stärker zu bündeln.
Die Kosten einer Fahrt beginnen vor dem Einsteigen
Für die Kalkulation wird häufig vor allem die Strecke mit dem Fahrgast betrachtet. Das Fahrzeug muss jedoch zunächst zum Abholort gelangen. Nach dem Ende der Fahrt folgt eventuell eine weitere Anfahrt zum nächsten Kunden.
Diese Kilometer gehören ebenfalls zum betrieblichen Aufwand. Je größer das Einsatzgebiet und je ungünstiger die Reihenfolge der Aufträge, desto stärker können solche Strecken ins Gewicht fallen.
Eine gute Disposition versucht daher, nicht nur einzelne Fahrten zu planen, sondern den gesamten Tagesablauf des Fahrzeugs im Blick zu behalten.
Verwaltungsaufwand ist ein Kostenblock
Auch Arbeitszeit im Büro sollte in die Betrachtung einbezogen werden. Wenn ein Auftrag mehrmals übertragen oder nachbearbeitet werden muss, entstehen Kosten, obwohl das Fahrzeug keinen zusätzlichen Umsatz erzielt.
Typische Beispiele sind handschriftliche Notizen, separate Kalender und zusätzliche Tabellen. Werden daraus später Abrechnungsinformationen erstellt, müssen Daten erneut kontrolliert und teilweise noch einmal eingetragen werden.
Je häufiger ein Vorgang bearbeitet wird, desto höher wird der interne Aufwand pro Fahrt.
Digitalisierung erleichtert die Nachkalkulation
Für Unternehmer ist nicht nur interessant, was eine Fahrt theoretisch kosten sollte. Entscheidend ist, was im tatsächlichen Betrieb passiert.
Wie stark weichen geplante und reale Abläufe voneinander ab? Welche Touren verursachen besonders lange Leerwege? Wann entstehen Wartezeiten? Und wie hoch ist der administrative Aufwand?
Je strukturierter Fahrtdaten erfasst werden, desto leichter lassen sich solche Fragen später untersuchen. Dadurch entsteht eine bessere Grundlage für unternehmerische Entscheidungen.
Mehr Aufträge bedeuten nicht automatisch mehr Gewinn
Ein hoher Auftragsbestand wirkt zunächst positiv. Wenn zusätzliche Fahrten jedoch schlecht in den bestehenden Tagesplan passen, können sie gleichzeitig hohe Zusatzkosten verursachen.
Ein Auftrag am anderen Ende des Einsatzgebiets kann beispielsweise eine lange Anfahrt erfordern und dazu führen, dass anschließend ein weiteres Fahrzeug für einen bereits geplanten Termin eingesetzt werden muss.
Die wirtschaftliche Betrachtung sollte deshalb nicht nur auf die Zahl der Fahrten schauen, sondern auch auf deren Zusammenspiel.
Transparenz erleichtert unternehmerische Entscheidungen
Je größer ein Fahrdienst wird, desto schwieriger ist es für die Geschäftsführung, jede einzelne operative Entscheidung selbst nachzuvollziehen. Ein strukturierter digitaler Ablauf schafft hier eine bessere Datenbasis.
Damit lassen sich nicht nur aktuelle Fahrten planen. Langfristig können Unternehmen erkennen, wie stark der Fuhrpark ausgelastet ist und ob zusätzliche Fahrzeuge tatsächlich benötigt werden.
Unter Umständen stellt sich heraus, dass ein vorhandener Fuhrpark durch eine bessere Planung mehr Aufträge bewältigen kann. In anderen Fällen zeigen die Daten, dass zusätzliche Kapazität wirtschaftlich sinnvoll wäre.
Für die finanzielle Steuerung eines Fahrdienstes ist Digitalisierung damit mehr als eine technische Modernisierung. Sie kann dazu beitragen, Kosten dort sichtbar zu machen, wo sie im hektischen Tagesgeschäft leicht übersehen werden.
